Über mich

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]Frater Acher (FA): Hallo Herr Ogris, vielen Dank für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview. Wir wollen heute ein wenig über Magie und Ihre Arbeit sprechen; bevor wir das tun, möchten Sie sich kurz vorstellen?

Walter Ogris (WO):

In der Hermetik/Magie ist man ja nicht so darauf bedacht groß und lang über sich selbst zu sprechen. Das Persönliche und Vergängliche hat keinen so hohen Stellenwert und über die eigene magisch/hermetische Entwicklung sollte man, nach dem hermetischen Lehrsatz „ Wissen, Wagen, Wollen, Schweigen“, ebenso nur wenige Worte verlieren. Diese vier Grundsätze sind aber nicht moralisch zu verstehen, sondern eher so: “Um die Natur (sich Selbst) zu beherrschen, muss man sich durch den Widerstand und ihre Anziehungskräfte über sie stellen. Man muss wissen, um zu wagen, wagen, um zu wollen, wollen, um das Reich zu erhalten und um zu herrschen, muss man schweigen!” (Eliphas Levi).

Kurz gesagt: Ich bin seit meiner frühesten Jugend auf dem WEG, den Franz Bardon in den fünfziger Jahren in seinen 3 Lehrwerken (Der Weg zum wahren Adepten, Die Praxis der magischen Evokation“, Der Schlüssel zur wahren Quabbalah) beschrieben hat. Als ich das erste Mal sein Buch “Der Weg zum wahren Adepten“ in Händen hielt, war es für mich wie ein Wiedererkennen und Finden. Ich wusste sofort: Das ist es! Besser, einfacher und praktischer kann die gleichmäßige Entwicklung von Körper, Seele und Geist für den westlichen Menschen nicht beschrieben werden. Ich habe damals erkannt, dass man eigentlich keine anderen esoterischen Bücher mehr benötigt! Dennoch, haben die dafür zuständigen Genien es in die Wege geleitet, dass ich die seltensten Schriften und Bücher immer wieder auffinden konnte. Im Lauf der Zeit ist dann auch das ForschungsarchivDas Archiv hermetischer Texte – entstanden.

Franz BardonFranz Bardon war also der Anfang von allem!

 

 

 

Ein wenig später wurde ich noch auf Emil Stejnar aufmerksam. Er hatte ein Inserat, in der damals größten deutschen esoterischen Zeitschrift ‘Esotera’, geschalten. Dieses Inserat enthielt eine kurze Information über sein Schutzengelbuch, welches er damals nur im Selbstverlag herausgab. Bei dem Inserat stand: ‘Emil Stejnar Bardon-Schüler’. Das war eigentlich der Grund, warum ich ihn überhaupt angeschrieben habe. In solchen Zeitungen gibt es ja immer haufenweise Inserate und wenn nicht „Bardon-Schüler“ dabei gestanden wäre, hätte ich mich sicher nicht bei ihm gemeldet. Emil ist seit dem schon jahrzehntelang mein Freund und hermetischer Weggefährte.

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Tradition

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]FA: Die meisten Leser dieser englischen Internetseite werden wenig Kenntnis haben von der deutschsprachigen-magischen Tradition, die u.a. von den Werken Bardons, Stejnars oder Meyrinks geformt wurde. Für Leser ohne dieses Hintergrundwissen, wie würden Sie selbst die Tradition beschreiben, nach der Sie arbeiten?

WO: Es gab natürlich auch im deutschsprachigen Raum einige andere markante Personen und Gruppierungen in der Magie und Mystik. Besonders auch im Heimatland Franz Bardons (der damaligen C.S.R – heute Tschechische Republik) gab es einige sehr gute und vor allem praktisch arbeitende Hermetiker, Magier und Mystiker.[/text_block]

Wachsein ist alles

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]1932_dezember_2_gr_Gustav Meyrink (* 19. Jänner 1868 + 4. Dezember 1932, sein erster Roman: „Der Golem“ wurde ein richtiger Bestseller) war einer der wirklich entschlossen war, den WEG praktisch zu gehen und bedingungslos auszuleuchten. Sein WEG begann ironischerweise, als er sich gerade erschießen wollte und in diesem Moment eine spiritistische Werbebroschüre, welche unter seine Wohnungstür geschoben wurde, sein Interesse an Mystik und Magie erweckte.

Im Gegensatz zu Franz Bardon, hat Meyrink seine persönlichen Erkenntnisse, sowie seine Erfahrungen mit allen möglichen Meistern, Logen und Yogis (er selbst hat bis zu seinem Lebensende stundenlang meditiert und geübt, stand mit vielen bekannten esoterischen Personen und Gruppierung in Kontakt und war ein sehr inspirierter Schriftsteller) in Romanform – also mehr in Wortbildern als in pragmatische Lehrsätze – gekleidet.

Einer der prägenden Leitsätze Meyrinks war: „Wachsein ist alles!“ – eine wichtige Erkenntnis auf dem WEG und hier finden Gustav Meyrink und Emil Stejnar, dem dies auch ein besonderes Anliegen ist, eine bemerkenswerte Übereinstimmung. (Nebenbei gesagt: Gustav Meyrink spielt auch in Emils neuestem Werk ‘An der Pforte zur letzten Latern‘ eine bedeutende Rolle!)

Es geht also bei diesen drei Autoren (Meyrink, Stejnar; Bardon) letztendlich um eine Beherrschung oder Abwendung der geistigen Versklavung durch verschiedene feinstoffliche Wesenheiten wie: Gottesvorstellungen, Ideale und Idole, Larven, Schemen, Phantome, Elementale, Elementare („Götter geben dir nur Steine statt Brot“ = Meyrink, „Die Menschen sind die Melkkühe der Götter“ = Stejnar), also letztendlich um einen WEG der SELBST-VERGÖTTLLICHUNG (die bewusste Verbindung mit seinem persönlichen Gott“ = Bardon), im Sinne gnostischer und hermetischer Erkenntnisse.[/text_block]

Die Genien

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]Buchauszug AbramelinFA: Die Ideen der Erdgürtelzone, der 360 Genien und des Thebaischen Kalenders haben sich bisher nur wenig über die Grenzen der deutschsprachigen Magie verbreitet. Woran liegt es in Ihren Augen, dass z.B. traditionelle Grimoires heute so viel Interesse erregen und diese bahnbrechenden Erkenntnisse weiterhin vielerorts ‘ruhen’?

WO: Solche Werke enthalten geheimnisvolle Zeichen, Namen und Beschreibungen und erregen so das Interesse, der dafür empfänglichen Personen. Auch das Alter dieser Bücher vermittelt den Eindruck, damit Zugang zu unbekanntem Wissen zu erhalten und dadurch wirklich Geister beschwören zu können.

Im englischsprachigen Raum zeichnete außerdem sicher der Golden Dawn dafür mitverantwortlich. Er hat sehr stark die mittelalterliche Grimoiren bearbeitet, exotische Rituale zelebriert, sowie eine prägende, exzentrische und schillernde okkulte Person – Aleister Crowley – hervorgebracht. Crowleys Vorstellungen und sein Werk haben sich schnell verbreitet und bis heute alle möglichen Kreise und Personen infiziert.

 

John Dee und sein Spiegel

John Dee unterlag, trotz seiner Gelehrtheit, eher spiritistischen Einflüssen, die den Schein erweckten, Kontakt mit höheren Geistwesen und Engeln zu ermöglichen.

Interessanterweise entstammen die bahnbrechendsten Erkenntnisse, in Bezug auf die Genien, auch einem Grimoir und sind daher schon sehr alt. (Die ersten Hinweise finden sich in der deutschen Ausgabe: Abraham ben Simon bar Juda ben Simon: Das Buch der wahren Praktik von der alten Magia. Anno 1608. Wolfenbüttel, Codex Guelfibus 47.13 Aug. 4°).

Die Tragweite des Buches der wahren Praktik, wurde aber nur von den Wenigsten erkannt. Dieses Buch brach schon damals, mit einigen lange überlieferten (aber völlig falschen) Anschauungen vermittelte frische Auffassungen und den ersten Hinweis auf das Vorhandensein äußerst wirksamer feinstofflicher Wesen, welche später durch Wilhelm Quintscher und Franz Bardon, noch der Erdgürtelzone (also der feinstoffliche Ekliptik) zugeordnet wurden.

Obwohl sich auch schon Samuel Liddell MacGregor Mathers (The Book of the Sacred Magic of Abra-Melin the Mage as delivered by Abraham the Jew unto his Son Lamech – A Grimoire of the Fifteenth Century. 1898 by Watkins, London) Éliphas Lévi oder Aleister Crowley mit diesem Werk befasst haben, kam es, vielleicht auch wegen der vielen Warnungen vor diesem Ritual (A. Crowley hat das Abramelin-Ritual, nach eigenen Angaben, vorzeitig abgebrochen – anderen Quellen nach sogar wegen großen Angstzuständen) zu keinen weiteren, tiefergehenden Forschungen im englischen Sprachraum.

Sehr lange waren auch nur die Namen der Genien und nicht Ihre Sigille bekannt. Erst der Deutsche Wilhelm Quintscher hat den Kontakt mit diesen Genien wieder aufgenommen, die Namen und deren Zuordnung beschrieben und bereits am 21. Juli 1930 in einem Brief an Josef Schuster (Brudername: Silias) erwähnt, dass er ein Werk veröffentlichen wird, welches um die 600 Sigille enthält. Die Zeiten der speziellen Erreichbarkeit dieser Genien hat er in seinem sogenannten „Thebaischen Kalender“ angegeben, welcher die Vorlage für weitere Forschungen und das Buch von Emil StejnarDer Thebaischer Kalender‘ war.

Im Jahre 1940 (also sehr lange vor der Veröffentlichung durch Franz Bardon) erschienen diese speziellen Sigille in einer äußerst kleinen Auflage durch den Tschechen František Kabelák in Prag. Ob er ein Mitglied des Adonistenbundes von Wilhelm Quintscher war und wie er zu den Sigillen gekommen ist, konnte jedoch noch nicht geklärt werden.

Wahrscheinlich hätte sich das Wissen um die Bedeutung der Genien des Erdzonengürtels, wäre Franz Bardon 1958 nicht frühzeitig verstorben, durch ihn selbst viel mehr verbreitet. Es gab nach seinem Tod, aber lange Zeit niemanden mehr, der wirklich kompetent auf diese – für die Menschen sehr wichtige Genien-Hierarchie – hingewiesen und weitere Forschungen dazu angestellt hätte.

Erst Emil Stejnar hat das Abramelin-Ritual (das Buch gibt für den erfolgreichen Abschluss des Rituals einen Zeitraum von mehreren Monaten vor) wieder erfolgreich durchgeführt und dabei auch die „Namen derSonnen- und Mondgenien“ (welche in Bardons Buch noch in einer Geheimschrift belassen waren) entschlüsselt und berichtigt.

Es scheint also, dass es immer auch einer lebenden Person (und nicht nur das Wissen aus überlieferten Büchern und Manuskripten) bedarf, um solche Erkenntnisse zu bestätigen und weiter gehende Forschungen anzustellen.

Warum (im Zeitalter der Kommunikationsgesellschaft) solche Erkenntnisse noch nicht den Weg in den englischen Sprachraum gefunden haben, liegt auch an den hohen Kosten einer professionellen Übersetzung. Diese Situation erschwert unter anderem eine ausreichende Verbreitung neuer Erkenntnisse – wie man es bei Emil Stejnar und seiner Nichtverfügbarkeit im englischen Sprachraum sehen kann.

FA: Auf Ihrer Archiv-Webseite bieten Sie umfangreiches, seltenes Material der deutschsprachigen Magie und Hermetik an. Wie und wann kamen Sie selbst in Kontakt mit diesen Themen?

WO: Das meiste Archiv-Material auf meiner Webseite: www.archivhermetischertexte.at entstammt einer Wiener Pansophischen Loge. Die Mitglieder dieser Loge waren sehr fleißig und haben viele lateinische, französische und englische Werke (die damals nicht in deutscher Sprache verfügbar waren) übersetzt und in ihrem Archiv verwahrt.

Universitätsprofessor Prof. Dr. Adolf Hemberger (selbst ein Praktiker und Dr. Faust des 20. Jahrhunderts) hat viel über die esoterischen Gruppierungen im deutschen Sprachraum geforscht und geschrieben. Ohne ihn wäre sicher nicht so viel unbekanntes Material aufgetaucht, welches ebenfalls in das Archiv mit aufenommen wurde. Emil Stejnar hat dann das “Archiv hermetischer Texte” begründet und für den hermetischen Kreis zugänglich gemacht. Ich habe das Archiv dann 2003 übernommen für die Internetwelt aufgearbeitet und bereitgestellt.[/text_block]

Emil Stejnar

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]Emil Werkbank_RFA: Sie blicken auf viele Jahre der Zusammenarbeit mit Emil Stejnar zurück. Können Sie erzählen, wie sie sich kennengelernt haben?

WO: Wie schon weiter oben beschrieben, geschah das auf Grund einer Anzeige, die er in einer esoterischen Zeitung aufgegeben hatte. Es war aber ein „Zufall“ dass ich gerade diese Ausgabe durchgeblättert habe, da ich sonst nicht viel von dieser Zeitschrift gehalten habe. Daraus ist dann eine jahrzehntelange Freundschaft und hermetische Wegbegleitung geworden. Emil hat sich schon lange aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, aber wir telefonieren mindestens einmal pro Woche miteinander.

FA: Ich habe einige Buchbesprechungen über Stejnar’s Werke veröffentlicht, die viel Anklang gefunden haben. Sein Werk ist tatsächlich einzigartig und wegweisend. Wenn Sie den Menschen Stejnar betrachten – welche Charaktereigenschaften stechen für Sie besonders hervor? 

WO: Absolute Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Willensfestigkeit und oft auch ein schelmisch-ironischer Wesenszug. Insgesamt hat er der esoterischen Forschung mehr als 60 Lebensjahre gewidmet, war Goldschmied, Astrologe, Lebensberater, Schriftsteller (bis heute hat er 11 Bücher, sowie viele Artikel, über das Thema: Magie und Mystik im dritten Jahrtausend geschrieben) und hat selbst unzählige wirkungsvolle Amulette hergestellt.

Ich darf mich glücklich schätzen das Lebenswerk von Emil Stejnar weiter führen zu dürfen.

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Alle Bücher sind neu bearbeitet, erweitert und ergänzt!
Sie bestellen die Bücher hier: Bücher von Emil Stejnar

Im Juni 2018 erscheint ein neuer Einweihungs-Roman von Emil Stejnar.
Jetzt hier meine Rezension lesen: »An der Pforte zur letzten Latern«

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Meine Amulette

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]FA: Sie selbst nutzen die Hermetik und Astrologie um spezifische Lebenshilfe anzubieten. Wie kam es dazu und welche Arbeiten bieten Sie heute für Klienten an?

WO: Ich biete derzeit vor allem hochwirksame magische Amulette bei verschiedensten Lebensproblemen und Herausforderungen, sowie Online-Kurse (z. B. Diätmagie) und Internetberatungen an.

Über viele Jahre hinweg habe ich abseits der Öffentlichkeit agiert und meine Forschungen im Geheimen betrieben. Ich hatte immer die besondere Begabung (und Führung) auf Personen zu treffen, die sich wirklich ernsthaft und tiefgreifend mit der Wissenschaft der Astrologie und Hermetik befasst haben. Neben meiner persönlichen Entwicklung habe ich viele feinstoffliche Einweihungen (Abishekas) und magische Gegenstände, zum Ausüben meiner Tätigkeit, erhalten. Emil Stejnar hat mir später – nach dem er sich komplett zurückgezogen hat – ebenso die Weiterführung seiner hermetischen Arbeit überlassen – was auch mit ein Grund für mich war, öffentlich in Erscheinung zu treten.

FA: Meiner eigenen Erfahrung nach mit Ihren Amuletten sind Sie ein Meister Ihres Fachs und Ihre Techniken zur Anfertigung unglaublich kraftvoll und präzise. Können Sie uns erzählen, wo und wie Sie diese Techniken erlernt haben – wenig davon scheint bis heute in Büchern veröffentlich zu sein?

WO: Es wurde doch schon alles veröffentlicht! Sie finden alle Angaben dazu in den Werken von Franz Bardon und Emil Stejnar. Natürlich, hilft ein einmaliges Durchlesen nicht, sondern es bedarf einer jahrzehntelangen Schulung und Ausbildung! Gerade deswegen sind meine Amulette so stark und wirksam und auch deswegen, weil alles auf die persönlichen Erfordernisse des Anfragenden hin ausgerichtet ist und es nur manuelle Prozesse bei der Herstellung gibt. Jedes Amulett ist eine magische Rarität, ist handgraviert und wird danach geladen und geweiht.

Jeder der sich für ein Amulett entscheidet, wird selbst spüren und merken was er hier wirklich in Händen hält. Jeder der ein Amulett von mir erhält, wird dadurch ebenso auch ein Vermittler des Guten in dieser Welt, da alle Genien, die bei der Weihe mit einbezogen werden, für das Gute, die Entwicklung und das Wohl der Menschen beauftragt sind.[/text_block]

Das magische Gleichgewicht

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]Hermetische Bewusstseinsachse

FA: Zu Beginn Ihres eigenen Erlernens dieser Techniken – welche Fehler sind Ihnen unterlaufen? Was war schwierig zu meistern auf dem Weg? 

WO: Das „schwierigste“ ist sicher das Elemente-Gleichgewicht in Körper, Seele und Geist beständig aufrecht zu halten. Hermetische Praxis zieht sich ja bestenfalls über ein ganzes Leben hinweg, erfordert andauernde Arbeit, Ausdauer und Konzentration. Der Erhalt des nötigen Energielevels für magische Arbeiten fällt einem – je nach Lebenslage und Schicksal – in der Jugend meist leichter als später im Alter.

Es ist ebenso wichtig das WACHSEIN wirklich zu seinem persönlichen Anliegen zu machen und es täglich zu pflegen. WACHSEIN, bedeutet ja nicht das man nicht schläft, sondern das man alles was man tut, als wachbewusstes ICH-SELBST (Geist) tut!

Das hört sich zwar einfach an, aber es ist doch so, dass die meisten Menschen oft in irgendwelchen Elementalen/Elementaren (Bildern und Gefühlen) stecken und in diesem Sinne eigentlich Schlafende sind. Das Geschehen auf dieser Welt ist ein Beispiel dafür und tragischerweise verlieren so viele Menschen ihr wertvollstes Gut – Ihren Geist und ihr Wachbewusstsein – und werden von religiösen, politischen, wirtschaftlichen oder anderen Ideologien aufgesogen.

Wenn man den WEG von Franz Bardon aber konsequent folgt, gibt es eigentlich keine (oder fast keine) unliebsamen Überraschungen. Alles ergibt sich folgerichtig und oft fast spielend. Jeder sollte sich daher genügend Zeit für seine geistige Ausbildung nehmen und gewissenhaft vorgehen!

Vielfach wird aber einfach nur drauflos geübt! Dabei sollte man vor Beginn der eigentlichen Praxis oder der anzugehenden Stufen, wirklich über jeden Satz und jede Angabe von Bardon ausreichend meditieren. Schon dadurch erlangt man, nach einiger Zeit des Studiums, einen Zustand – zwar nicht des perfekten Hellsehens – aber einer unheimlich präzisen Intuition und einem Hellwissen das einem dann beständig den weiteren WEG offenbart.

Darüber hinaus muss man auch das praktische Üben einmal ruhen lassen und den Schemen und Larven, die sich – durch die beständige Zuwendung zu den Übungen – gebildet haben, die Energie abziehen und bewusst auf andere Vorstellungen oder Tätigkeiten umlenken. Viele Praktiker werden sichtlich ganz „unrund“, wenn Sie nicht regelmäßig Zeit zum Üben finden und gerade das ist auch schon ein Zeichen einer Abhängigkeit.[/text_block]

Die Arbeit mit den Amuletten

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]FA: Welche Arbeit müssen Ihre Klienten leisten, um die Amulette zu aktivieren und positiv geladen zu halten?

WO: Es sind ganz einfach Rituale und Formeln die helfen den Kontakt mit den Genien zu verstärken und zu vertiefen. Mit der Zeit werden sich dann auch die angestrebten Eigenschaften, im Geist- und Seelenkörper, festigen und man kann das Amulett auf einem geweihten (oder speziell dafür vorgesehenen Altar/Ort) ablegen und muss es nicht immer bei sich tragen, bzw. kann es sofort wieder aktivieren, wenn man es benötigt.

Im Großen und Ganzen ist ein – von einer dafür geeigneten Person hergestelltes Amulett – das beste magische Werkzeug, das ich kenne um Unliebsames abzuschirmen oder Erwünschtes anzuziehen. Mit einem Amulett arbeitet auch der Laie immer 3-polig (bezieht also gleichzeitig Geist, Seele, Körper mit ein – die Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen findet ja immer durch Idee, Wort und Symbol statt) also richtig magisch  und erhält dazu noch die Hilfe der Genien! Wenn die Menschen das wüssten, würden sie nicht so viel Geld und Zeit in Seminare, Coachings und Therapien stecken, sondern in sich selbst.

FA: Wie beurteilen Sie selbst die Qualität Ihrer Arbeit? Wann wissen Sie, dass eine Arbeit ‘gut’ geworden ist?

Viele Menschen, die mich kontaktieren, berichten mir schon von wesentlichen Lebensveränderungen, wenn ich mich erst mitten in der Herstellung ihres Amuletts befinde. Das zeigt, dass schon vor (oder während) der Fertigstellung ein Kontakt besteht und eine magische Hilfe eingeleitet wird. Durch die vielen angefertigten Amulette ist auch ersichtlich geworden, dass immer nur Gutes und niemals etwas Schlechtes damit bewirkt wurde. Natürlich, muss man auch immer astrologischen Konstellationen sowie mögliche Schicksalseinflüsse in die letztendliche Wirkung eines Amuletts mit einbeziehen.

FA: Rückblickend auf die Vielzahl der Klienten, denen Sie geholfen haben – was waren für Sie die Highlights? Momente, an die sie sich erinnern?

WO: Dadurch, dass ich ja meistens als Außenstehender meinen Klienten mit einem Amulett helfe, habe ich keine persönliche Bindung zum Problemfall und vergesse meist auch sehr schnell, welches Amulett ich für welche Aufgabe angefertigt habe. Erst durch das positive Feedback der Menschen werde ich wieder daran erinnert.

Ein Highlight war sicher die Geburt von Lucas. Seine Eltern hatten vorher schon vier Mal versucht ein Kind zu bekommen und waren den ganzen medizinischen Vorgaben (welche für die Mutter immer sehr aufwendig und belastend waren) gefolgt. Dennoch, kam es immer zu einem frühzeitigen Abbruch der Schwangerschaft. Der Ehemann hatte „Das Schutzengelbuch“ von Emil Stejnar gelesen und gehört, dass es auch schon Hilfe in solchen Fällen gegeben hat. Er bat mich also ein Amulett für ihren Kinderwunsch anzufertigen. Die Ehegattin war naturgemäß sehr skeptisch und glaubte nicht an eine feinstoffliche Hilfe, aber letztendlich hat sie dann doch den kleinen Lucas zur Welt gebracht – der nun der ganze Stolz der beiden ist. Auch hier bestätigt sich wieder, dass auch für solche herausfordernden Fälle Genien zuständig sind und Hilfe bringen können.

FA: Sie bieten den Kauf der Amulette an Klienten an, haben sich derzeit aber dagegen entschieden, die Techniken selbst in Form von Büchern, Workshops oder Einzeltraining weiterzugeben. Welche Hintergründe hat das?

WO: Dazu gibt es einen schönen alchemistischen Sinnspruch: Ein alter Adept sagte: Wenn aber ein verkehrter Mensch die rechten Mittel gebraucht, so wirkt das rechte Mittel verkehrt. Damit diese Weitergabe aber sinnvoll ist, muss Sie an dafür geeignete und geschulte Personen vermittelt werden – es reicht nicht aus dafür nur einen Workshop zu besuchen!

Bei mir wurde das Ganze dadurch ermöglicht, da ich schon von Jugend an mit diesem System (Schulung nach Bardon und Stejnar) und den Wesenheiten dieser speziellen Hierarchie vertraut war, und damit zu tun hatte. Jeder Fall eines Klienten ist einzigartig und individuell. Man hat sehr viel Verantwortung, wenn man so ein Wissen weitergibt!

Außerdem: Alles was dazu fachlich gesagt werden kann, wurde schon von Franz Bardon und Emil Stejnar beschrieben – jeder muss sich dieses Wissen einfach selbst erarbeiten.

Derzeit kann ich nur dazu beitragen den Menschen durch meine langjährige Arbeit die bestmöglichen Amulette anzufertigen und zu weihen – sowie durch das Sammeln der Erfahrungsberichte – auf das positive Wirken dieser Kräfte und Mächte hinzuweisen. Aber wer weiß, was die Vorsehung in Zukunft in dieser Hinsicht noch bereit hält.[/text_block]

Veränderungen

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]FA: Vor dem Hintergrund Ihrer langjährigen Erfahrung und den umwälzenden technischen und globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts – welche Veränderungen sehen Sie auf das Erlernen und die Weitergabe der Hermetische Tradition zukommen?

WO: Das Problem wird die geistige Entwicklung und Freiheit der Menschen sein. Wie ich immer mehr wahrnehme, ist das Übermitteln hermetischer und astrologischer Erkenntnisse unheimlich schwer, weil das allgemeine Niveau, diese zu verstehen sowie die dafür notwendige Konzentrationsfähigkeit, immer mehr abnimmt. Die meisten Menschen wollen sich nur mehr berieseln lassen, lesen und überdenken selbst fast gar nichts und schließen sich einer Kultur an, die glaubt, dass man alles gratis im Internet googeln und downloaden kann und davon schon weise wird. Die allgemeine Schulbildung hat zwar zugenommen, aber die Entwicklung der anderen Eigenschaften des Geistes: des Gefühls, des Willens, des Bewusstsein, des Wachseins und des ICHBIN kommen zu kurz!

Durch die flächendeckende Verbreitung und das Konsumieren der neuen Medien (TV, Internet, Smartphone) nimmt außerdem das Vorstellungsvermögen immer mehr ab und die Willenskräfte erlahmen. Die Geist– und Seelenmuskeln verkümmern! Zusätzlich, werden die Menschen in den Wirtschaftssystemen so eingespannt, dass Ihnen die Kraft fehlt in Ihrer Freizeit auch noch Energie für hermetische Übungen aufzubringen.

Kind vor TV

In diesem Sinne kommt es vielleicht doch noch zu einer kollektiven Beschäftigung mit den Werken von Franz Bardon, denn er hat schon 1958 ein Schulungssystem entwickelt, das auch dem geschäftigsten Menschen ermöglicht, mit geringem Zeitaufwand, Fortschritte zu erzielen.

FA: Für Menschen außerhalb des deutschen Sprachraums, die heute die Hermetische Tradition erlernen wollen, welchen Rat würden Sie Ihnen geben?

WO: Wenn man es ehrlich mit seiner eigenen Entwicklung meint, gibt es nichts Lohnenderes als sich mit den Werken von Franz Bardon und Emil Stejnar zu befassen. Leider, tun sich heute auch gerade die esoterischen Kleinverlage (Rüggeberg Verlag, Ibera Verlag, Merkur Publishing) schwer ihre Bücher (E-Books) in anderen Sprachen, guten Übersetzungen und neuen Auflagen herauszubringen. Allein die Versandkosten für ein Buch betragen in Europa fast schon ein Viertel oder die Hälfte des Buchpreises!? Auch die unerfreuliche Gewohnheit (ebenso von Esoterikern fleißig praktiziert) Bücher und Unterlagen gratis ins Internet zu stellen oder herunterzuladen, verschlimmert diesen Zustand.

Gerade bei Emil Stejnar tut mir das sehr leid, denn viele Menschen in den englischsprachigen Ländern würden sehr von seinen Ausführungen und Erkenntnissen profitieren, wenn es schon adäquate Übersetzungen und Veröffentlichungen gäbe. Ich hoffe dennoch, dass sich das bald ändert.

FA: Und für Menschen, die nur 10 Minuten jeden Tag haben, um an Ihrer eigenen magischen Entwicklung zu arbeiten, welche Übung würden Sie Ihnen empfehlen?

WO: Machen Sie sich so oft als möglich bewusst, dass Sie ein Geist im Körper sind. Unterbrechen Sie Ihre Tätigkeit, klopfen sich mit der Faust auf die Brust und sagen Sie: „Ich bin ein Geist – das ist mein Körper!“ 

Unterbrechen Sie im Lauf des Tages bewusst ihre Tätigkeit und sagen zu sich: Schlafe ich, oder bin ich wach?“ „Wie bin ich hierher gekommen?“ Blicken Sie im Geiste zurück was Sie vor einiger Zeit erlebt oder gemacht haben, blicken Sie um sich und vergegenwärtigen Sie sich, ob Sie wach sind, oder sich vielleicht in einem Traum befinden?

Diese kleinen, täglichen Übungen werden Ihr geistiges Wachsein fördern und ermöglichen es Ihnen sich – ohne großen Übungsaufwand – als Geistwesen zu erleben. Das führt dazu, dass Sie sich nicht mehr von allen möglichen auftauchenden Gedanken und Gefühlen vereinnahmen lassen. Darüber hinaus werden Sie sich diese Fragen irgendeinmal auch im Schlaf stellen und auch dort erwachen und bewusst agieren können.

Nützen Sie den Alltag für die Entwicklung und Schulung ihres feinstofflichen Elemente-Gleichgewichts. z.B. Stärkung des Erdelements: Ordnung schaffen im Raum (in der Wohnung), in der Zeit (Pünktlichkeit) in den Finanzen (keine Schulden) usw. Treten Sie ein für mehr Wahrheit, Gerechtigkeit und Mitgefühl![/text_block]

Buchempfehlungen

[text_block style=”style_1.png” align=”left” font_size=”20″ font_font=”Open%20Sans” font_style=”normal”]FA: Zuletzt, zusätzlich zu den Werken Stejnars und Bardons – welche Bücher würden Sie jedem interessierten Hermetiker als interessante Ergänzungen empfehlen?

WO: Hier ist eine bunte Auswahl aus verschiedenen Bereichen:

  • Gustav Meyrink: Das grüne Gesicht. Der Engel vom westlichen Fenster, seine vielen Essays.
  • Julius Evola: Magie als Wissenschaft vom Ich.
  • Julius Evola: Die Hermetische Tradition.
  • Prentice Mulford. Der Unfug des Lebens und des Sterbens. (übersetzt von Sir Galahad)
  • Thomas Ring: Astrologische Menschenkunde. (besonders Band 3)
  • Ioan P. Couliano: Jenseits dieser Welt.
  • Douglas Sharon: Magier der vier Winde.
  • Z`ev ben Shimon Halevi: Lebendige Kabbalah.
  • Swami Sivananda: Konzentration und Meditation.
  • Swami Sivananda: Tantra Yoga, Nada Yoga and Kriya Yoga.
  • Swami Satyananda Saraswati Yoga and Kriya: A Systematic Course in the Ancient Tantric Techniques.
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